Meine erste digitale Gassirunde

Schwanzwedelnd im Netz...

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Auf in digitale Abenteuer! Ab sofort schnüffle ich auch im Internet...
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Ein fröhliches Wauwuff, liebe Leser!

Das ist er also, mein erster Blogeintrag. Wau, ich kann’s selbst kaum fassen, wie schnell hund heutzutage online sein kann! 🙂

Und was soll ich Dir sagen. Ein bisschen fühle ich mich wie bei meiner allerersten Gassirunde mit Tobias und Gerda im Juli 2019. Das war gleich am selben Tag, als ich mit Körbchen und Futternapf dort einzog. Hund, war ich nervös. Zum Glück ging es den beiden ähnlich.

Mein erster realer Spaziergang…

Ich erinnere mich noch genau: Wir liefen den Radweg an einer Bahnstrecke entlang. Tobias hielt meine Leine und ich schnüffelte etwas verlegen an diversen Grasbüscheln.

Dabei stieg mir der verlockende Duft einiger Mäuschen in die Nase, aber ich riss mich am Geschirr. Schließlich wollte ich nicht gleich am ersten Tag zeigen, was für ein Räuber in mir schlummert.

Ja, was soll ich sagen. Auf diesen ersten Spaziergang folgten noch viele mehr und jeder einzelne davon hat mir (und meinen Begleitern) riesigen Spaß gemacht. Und genauso soll es hier auch sein…Du darfst Dich daher schon mal auf viele weitere Geschichten freuen. Pfote drauf!

… und die Probleme mit dem digitalen Gassi

Der Anfang war allerdings alles andere als leicht. Dabei fing es so gut an: Die digitale Hundehütte für meinen Blog hatte Tobias in null Komma nichts eingerichtet und eigentlich war ich somit startklar. Das Notebook stand auf dem Fussboden und ich saß mit einem ziemlich ratlosen Dackelblick davor…

Wie um alles in der Welt soll ich mit meinen ergonomisch geformten Hundepfoten auf einer für Menschen gemachten Tastatur tippen!?

Die Tasten sind viel zu klein und liegen zu nah beieinander. Und hey, also Großbuchstaben oder Satzzeichen, wo man zwei Tasten gleichzeitig drücken musste – das ging überhaupt nicht. Ich bin vor dem Notebook rumgetapst wie ein Welpe bei seinen ersten Gehversuchen!

Notebooks wurden nicht für Hunde designed

Und dann das Touchpad. Ich habe nunmal ein empfindliches Näschen, das ist schlicht nicht dafür gedacht, einen Cursor auf dem Bildschirm hin und her zu schubsen. Auch wenn Tobias meinte, ich würde mich schnell daran gewöhnen. Soll er sich doch seine Schnauze plattdrücken…

Verlockender war da eher der Gedanke, das Notebook mit einer Maus zu steuern! Mir lief schon das Wasser an den Lefzen zusammen. Aber das Plastikteil roch so gar nicht nach Maus, hatte kein Fell (noch nicht mal ein Schwänzchen) und ich verwechselte ständig Links- und Rechtsklicks. Satz mit x.

Bellerkennung – zum Jaulen schlecht

Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Tobias installierte eine Spracherkennungssoftware, damit ich meine Geschichten aufsprechen sollte. Das hat leider nur solala funktioniert. Spracherkennung… tststs. Das Teil konnte ein fröhliches Wuff nicht von einem energischen Wau unterscheiden. Noch dazu waren alle Knurrs komplett falsch buchstabiert und aus dem Zusammenhang gerissen.

Weil nichts klappte, riefen wir sogar den Telefonsupport des Herstellers an. Dort hieß es, man arbeite zwar an einer Hundeversion, aber es gäbe wohl einige linguistische Herausforderungen zu meistern. Von wegen Fachwortschatz und so. Wenn Du mich fragst, haben die sich bloß über uns lustig gemacht.

Die Lösung: Filou braucht einen Sekretär

Naja, so oder so wollte ich eh nicht auf das Update warten. Also haben wir das Ganze pragmatisch gelöst: Ich belle und Tobias schreibt am Notebook gleich mit. So einfach geht das! Da hätten wir wirklich schon viel früher drauf kommen können.

Der Plan: Alle Stories meines Blogs werden von mir gewaut und von Tobias getippt. Deswegen gehen sämtliche Rechtschreibfehler auch auf sein Halsband, während Du mich für die spannende Dramatik und meine lebendige, bildhafte Erzählweise streicheln darfst!

So, jetzt sage ich aber tschüss für heute und lege mich ein bisschen aufs Sofa. Das Schriftstellerdasein eines Hundes ist nämlich ganz schön anstrengend…

Dein Filou!