Ein Tag im Leben eines Filous

Nix mit fauler Hund...

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Ich döse nicht, ich wache - das ist nur eine von vielen Aufgaben, die ich als Filou jeden Tag gewissenhaft erledige!
Ich döse nicht, ich wache - das ist nur eine von vielen Aufgaben, die ich als Filou jeden Tag gewissenhaft erledige!

„Jaja, so ein Hundeleben wie Filou würde ich auch gerne führen!“

Ständig höre ich von Zweibeinern diesen Satz, nachdem sie bei uns zu Besuch waren. Wenn die wüssten, was ich alles für Pflichten habe, um die ich mich tagein tagaus kümmern muss…

Deshalb möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, Dich lieber Leser, auf eine kleine Reise durch einen typischen Tag in meinem Leben mitzunehmen:

5.10 Uhr – Gerade noch von kleinen Mäuschen geträumt, schon wird hund aus dem schönsten Schlummer gerissen: Der Briefkasten klappert. Das muss der Zeitungsjunge sein… <schnupper> nein, heute ein Zeitungsmädchen. Ein kurzes Bellen zur Empfangsbestätigung ist ein Muss, egal zu welcher Uhrzeit.

6.00 Uhr – Tobias‘ Wecker klingelt. Warum stellt er dieses grell piepsende Ding nicht einfach aus? Ich könnte ihn doch genauso wach kriegen: Ein kleiner Schnauzenstupser würde bestimmt genügen…

8.00 Uhr – Hallo, jemand zum Streicheln und Kuscheln da? Mal Gerda suchen… mmh, die liegt ja noch im Bett. Naja, ein halbes Stündchen könnt ich mich eigentlich dazugesellen…

9.30 Uhr – Los, auf geht’s, ich will endlich spazieren gehen! „Ob die Sonne scheint, es regnet oder schneit, Filou ist immer für eine Gassirunde bereit!“ Und Tobias natürlich erst recht! 🙂

10.45 Uhr – Schwierige Entscheidungen müssen getroffen werden: Wo halte ich heute meine Tageswache – auf der Couch im Wohnzimmer, auf dem Teppich vor der Couch, unterm Esszimmertisch, im Flur, in Gerda’s Bett oder auf dem Bett Sofa von Tobias? Tja, wer die Wahl hat… muss ich eben alles mal durchtesten.

Für manchen mag meine Arbeit so aussehen, als würde ich schlafen. Aber das ist selbstverständlich nur Taktik – in Wirklichkeit bin ich hellwach und auf Kommando scharf wie ein Rottweiler!

11.20 Uhr – Die Post ist da! Da gehört es sich einfach als guter Wachhund, ordentlich zu bellen! Und mal ehrlich, gibt es ein schöneres Lob für einen Briefträger? Eben.

13.02 Uhr – Mittagspause! Hab Durst, ich geh kurz einen schlabbern.

Nach ein paar Minuten ruft schon wieder die Arbeit: Ab zurück auf Tobias‘ Sofa, der hat so ein tolles Kissen, da liegt es sich perfekt drauf! Also… rein dienstlich gesehen.

16.00 Uhr – Oh, ich höre, wie Tobias mit meinem Geschirr klappert… das will er sich doch bestimmt nicht selbst anlegen. Also schnell runter vom Sofa, rein ins Geschirr und ab nach draußen! Juhuu! Bisschen Bewegung muss sein, ich möchte ja meine durchtrainierte Figur behalten.

16.45 Uhr – Kaum zurück, geht’s nur auf einen kurzen Sprung in die Wohnung, Gerda abholen. Dann düsen wir sofort mit dem Auto wieder los. Gerda hat nämlich heute in der Stadt einiges zu erledigen:

Futter und Leckerchen kaufen (hoffentlich fällt für mich auch was ab). Und dann braucht sie unbedingt noch eine neue Farbe für das Fell auf ihrem Kopf.

18.30 Uhr – Endlich zu Hause. Ich kann’s kaum erwarten, bis Tobias mir zum Aussteigen den Gurt abmacht. Kleine Anmerkung: Tobias ist – soweit ich das ohne eigenen Führerschein beurteilen kann – ein toller Autofahrer, er traut nur den anderen nicht. Deshalb werde ich immer angeschnallt.

Nach dem langen Rumliegen auf der Rücksitzbank, erst ein bisschen Gymnastik: Vorderpfoten strecken, Po nach oben, dann die Hinterbeine fest strecken und entspannen. Zum Schluss des Rituals tieeef gähnen – ja, das lockert die verspannten Pfötchenmuskeln!

18.35 Uhr„Hopp, hopp, hopp.“ Ich liege aufmerksam auf dem Wohnzimmerteppich und überwache die Tätigkeiten in der Küche. Nach all den Anstrengungen will ich jetzt endlich eine große Schüssel Essen!

18.37 Uhr – Oh, Tobias kocht heute. Hoffentlich nix Vegetarisches für mich… außer Möhrchen ist mit das ganze restliche Grünzeug nämlich ziemlich Banane.

18.45 Uhr – Hat wieder super geschmeckt, mein Kompliment an den Dog de Cuisine! Eine wirklich leckere Mischung aus der Dose, verfeinert mit Karottenpüree und krossen Croutons!

Zum Schluss noch das Schnäuzchen ablecken (wenn keiner hinschaut, wische ich es schnell am Teppich ab) und ein kleines Bäuerchen für die Verdauung. Jetzt startet der gemütliche Teil des Tages!

20.15 Uhr – Bei Gerda läuft im Wohnzimmer der Fernseher. Ich bleib aber lieber nebenan liegen, das Programm finde ich grad tierisch langweilig… kein Hund, keine Maus, nicht mal ein Kätzchen.

22.00 Uhr – Kurzer Rundgang durchs Haus: Gerda ist noch da und strickt, aber wo steckt eigentlich Tobias? Ach, ich höre ihn am Computer tippen. Am besten statte ich ihm einen kleinen Besuch ab. Wenn er später eine Streichelpause einlegen will, liege ich schon bereit.

23.50 Uhr – Auf geht’s zur letzten „Gassirunde zur Geisterstunde“… Geschirr, Leuchthalsband, Leine, Taschenlampe – so ’ne Nachtwanderung ist ziemlich ausrüstungsintensiv. Man darf auch nix vergessen, sonst sieht es schnell düster aus. Na, mal schauen, wem wir unterwegs begegnen. Nachts sind zwar alle Katzen grau, aber sie zu jagen macht trotzdem Spaß.

0.01 Uhr – Jetzt freue ich mich auf das allnächtliche Leckerchen von Gerda! Was es dieses Mal wohl Gutes gibt? Und wenn ich ein bisschen mit dem Schwanz wedel, springt sicher noch ein Zweites raus.

0.30 Uhr – Zeit zum Schlafengehen… gleich wird von Mäuschen geträumt! Gute Nacht. 🙂