Leine putt

Jetzt ist erst mal nix mehr mit "zieh Leine!"...

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Guck Dir das bloß an - reißt einfach von jetzt auf gleich meine Leine. So viel Kraft kommt nur durch tägliches Lauftraining zustande! (und dem ein oder anderen Leckerchen von Gerda)
Guck Dir das bloß an - reißt einfach von jetzt auf gleich meine Leine. So viel Kraft kommt nur durch tägliches Lauftraining zustande! (und dem ein oder anderen Leckerchen von Gerda)

Tja Freunde, was soll ich Euch bellen… das Foto sagt glaube ich schon alles: Meine erste Leine ist hinüber! Oder zumindest nahe dran kaputtzugehen.

Tobias meint, ich würde bei uns zu Hause immer viel zu stürmisch um die Steinsäule rennen und hätte dadurch die Schnur aufgescheuert… aber das stimmt gar nicht. In Wirklichkeit kommt er mir einfach nur nicht schnell genug hinterher, wenn ich von der Haustür aus durch das Gartentor sprinte.

Neue Hundeleine – eine schwierige Kaufentscheidung

Egal, passiert ist passiert. Und heute nachmittag gehen wir shoppen – schließlich muss eine neue Leine her! Aber so eine Neuanschaffung will gut bedacht sein:

Die Farbe der Leine sollte möglichst zu vielen meiner Halstücher passen und mindestens acht Meter Bewegungsfreiheit sind für mich ein absolutes Muss. Tobias wünscht sich einen gepolsterten Griff und schwankt zwischen der Ausführung mit runder Schnur oder – weil gerade modern – einem flachen Kunststoffband.

Puh, so viele Optionen. Das kann hund schnell überfordern. Aber wir machen es uns vermutlich einfach und kaufen eine klassisch schwarze Leine mit runder Schnur. Tobias bekommt natürlich als kleine Sonderausstattung einen ergonomisch geformten Handgriff. Fertig. Ich bin doch im Grunde ein anspruchsloser Hund, der diesen ganzen Schnickschnack nicht braucht.

Apropos, auf dem Markt für Hundeleinen gibt es scheinbar nichts, was es nicht gibt:

Von Luxusausführungen mit eingewebten antibakteriell wirkenden Silberfäden und ökologischen Korkgriffen bis hin zu wiederaufladbaren LED-Bändern, die nachts hell leuchten und sogar mehrfarbig blinken können. Tobias fand das ja klasse, aber ich habe nur kurz die Lefzen hochgezogen – eine blinkende Leine, damit gehe ich nicht Gassi. Ich will doch nicht als bunter Hund bekannt werden!

Vermutlich gibt es sogar Leinen mit GPS und Funkverbindung samt Apps für das Smartphone. Die zeigen dann an, wann es Zeit für die nächste Runde wird, wo Hund und Leinenhalter gerade stecken und wie weit beide gelaufen sind. Das ist mir zu viel Technik. Fehlt bloß noch, dass jemand eine vollautomatisierte Leine erfindet, die von selbst Gassi gehen will. Nein, danke.

Ich freue mich auf die neue Leine!

Da wir die kaputte Leine nicht mehr benutzen wollten, wurde unser heutiger Morgenspaziergang zu einem kleinen Abenteuer: In Ermangelung von Alternativen blieb nur eine der Schleppleinen übrig, mit der ich normalerweise auf Mäuschenjagd gehe. Eigentlich eine tolle Idee, denn die ist zehn Meter lang, zwei mehr als üblich – da muss Tobias seine Laufschuhe anziehen!

Aber zu früh gefreut. Das Problem bei der Sache: Ich „gassiere“ normalerweise mit Automatik – soll heißen, die Leine wickelt sich von selbst auf und ab, je nach Bewegungsdrang meinerseits und Tobias‘ körperlichem Erschöpfungszustand. Das ging dieses Mal natürlich nicht.

Deshalb musste ich die Straße entlang „bei Fuß“ laufen – wie öde – und auch auf dem Fahrradweg war das alles irgendwie heute nur halb so gemütlich wie sonst. Tobias haderte ein paar Mal mit seinem Schicksal und der Leine und ich konnte auch nicht so herumhopsen wie ich wollte.

Dafür hatte sich Tobias am Schluss noch eine tolle Überraschung für mich ausgedacht: Weil wir schon eine lange Leine dabei hatten, machten wir einen kurzen Abstecher auf die Wiese zu einer Runde Mäuschenjagd! Wau, das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen!

So wurde unsere Gassirunde doch noch zu einem unerwartet aufregenden Ausflug! Am Ende hing mir die Zunge fast bis zum Boden. Deshalb lege ich mich jetzt erst mal ein bisschen aufs Ohr und tanke Kraft für’s Leinenshopping heute nachmittag.

Euer Filou!