Filou – der „Hot Dog“

Ich wär so gern ein cooler Hund...

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Ich bin ja gern mit Tobias draußen unterwegs, auch und gerade im Sommer... aber bei dieser Hitze fahre ich doch lieber im vollklimatisierten Auto spazieren!
Ich bin ja gern mit Tobias draußen unterwegs, auch und gerade im Sommer... aber bei dieser Hitze fahre ich doch lieber im vollklimatisierten Auto spazieren!

Wau, ist mir heiß! Die letzten Wochen waren sprichwörtlich echte „Hundstage“!!!

Hundstage… was für ein komisches Wort. Da habe ich mich gleich mal schlau gemacht: Das hat mit dem Sternbild „Großer Hund“ zu tun. Dort gibt es einen hellen Stern namens Sirius, den man von Ende Juli bis Ende August sogar tagsüber sehen kann – also genau im Hochsommer.

Okay, ich freue mich zwar, dass ein Sternbild nach uns Hunden benannt wurde; aber die dazugehörige Hitze… die hätte es wirklich nicht gebraucht. Da kann hund nur faul in der Ecke liegen, in aller Ruhe dösen und sich zur Abkühlung ein bisschen Luft mit dem Schwanz zuwedeln.

Auch Italiener sind nicht hitzefest…

Eigentlich eine verrückte Sache: Ich, ein ehemaliger Straßenhund aus dem sonnigen Italien, vertrage keine Wärme. Ganz anders Tobias. Der liebt diese Sommerhitze und fühlt sich scheinbar erst bei 30 Grad im Schatten wohl unter seinem dünnen Fell.

Angeblich geht der manchmal mit anderen Leuten zusammen in einen kleinen Zwinger, in dem ein Ofen steht – nur um dort zu schwitzen. Sauna oder wie er das nennt. So verrückt sind doch sonst nur Königspudel… da brächte mich niemand rein, weder mit Leckerchen noch mit guten Worten. Bei solchen Temperaturen würde meine Zunge ja bis zum Boden hängen.

Hitze und Filou vertragen sich nicht. Isso. Ich kann eben nicht aus meinem Fell – und genau da liegt das Problem. Tobias könnte, wenn er denn wollte, einfach T-Shirt und seine zwei Hosen ausziehen. Bei mir geht das nicht.

Filou – ein cooler Hund… sogar im Sommer!

Glücklicherweise haben wir uns ein paar wirkungsvolle strategische Maßnahmen einfallen lassen, um meiner „Wärmeallergie“ ein Schnippchen zu schlagen:

Unser erster Spaziergang, der bislang normalerweise so gegen 11 Uhr stattfand, wurde kurzerhand eine gute Stunde vorverlegt. Da muss ich wenigstens nicht in der größten Mittagshitze auf Mäuschenjagd gehen, denn bei zuviel Sonne halten meine kleinen Freunde Siesta und wollen nicht mit mir Fangen spielen.

Noch besser finde ich das neue Leckerchen – ein Hundeeis! Haben wir zufällig im Supermarkt entdeckt. Ist wie ein Wassereis in einem länglichen Tütchen zum Rausdrücken. In Ermangelung von Fingern drückt Tobias und ich schlecke. Mmmh… sowas Gutes! 🙂

Einen kleinen Nachteil hat diese Form der Abkühlung allerdings: Hin und wieder grummelt nämlich mein empfindlicher Magen. Aber ich bell‘ Dir mal was: Lieber ein bisschen Magendrücken als ständig mit hängender Zunge und aufgerissenem Schnäuzchen dazustehen. Sieht ja auch nicht gerade schick aus.

Der im letzten Sommer gekaufte Swimmingpool… ach, ich weiß nicht. Ich trau mich einfach nicht über den aufblasbaren Rand drüberhüpfen. Am Ende geht dem Ding noch wegen mir die Luft aus – oder schlimmer, ich mache beim Reinspringen einen Bauchplatscher und lande auf meinem Schnäuzchen.

Tobias hat sich zwar viel Mühe gegeben und ordentlich Wasser reingekippt, doch das wird er wohl zum Blümchengießen nehmen müssen. Die freuen sich bei dem Wetter auch über ein bisschen Abkühlung.

So… ab sofort heißt es „Hitzefrei!“ – ich schlabber jetzt erstmal eine große Portion Wasser und dann wird noch ein bisschen geträumt. Vom Winter und wie ich durch den hohen Schnee hopse… cool!