Das Killerunkraut lauert im Hinterhalt!

Reingelegt von einem Eichhörnchen...

Werbung
»Hilfe! Das Killerunkraut hat mich angegriffen!!!« Da steckt man mal seinen Kopf in die Büsche, um einer heißen Fährte zu folgen und schon passiert sowas...
»Hilfe! Das Killerunkraut hat mich angegriffen!!!« Da steckt man mal seinen Kopf in die Büsche, um einer heißen Fährte zu folgen und schon passiert sowas...

Die letzten Tagen waren richtige Hundstage! Also ganz im positiven Sinn natürlich… jeden Tag schien die Sonne und es war toll, gemeinsam mit Tobias draußen unterwegs zu sein. Zugegeben, ich kam manchmal aus dem Hecheln nicht mehr raus, aber so ist es halt, mitten im Hochsommer!

Natürlich nutzten wir jede Gelegenheit, abseits vom Radweg die Wiesen unsicher zu machen. Durch das hohe Gras zu toben find ich immer besonders toll. Vor allem, weil sich dort gerne ein paar Mäuschen verstecken. Viel mehr als auf den abgemähten Flächen.

Von Mäusen und Eichhörnchen

Und hin und wieder begegnen mir auch noch andere Tierchen, mit denen ich dann gerne mal eine Runde Fangen spiele. Wie gestern ein kleines Eichhörnchen. Zum Glück hatte ich die 30-Meter-Leine dran, sonst hätte Tobias große Mühe gehabt, mit mir Schritt zu halten.

Na, jedenfalls kam ich dem Eichhörnchen ziemlich nahe, bis es im angrenzenden Wald auf einen Baum kletterte und mir von oben herab zuwinkte (ja, die können winken, glaub’s mir, hab ich genau gesehen).

Okay, das war natürlich schon ein bisschen unfair, denn auf Bäume zu steigen, so ein Kunststück gibt meine Anatomie leider nicht her. Also blieb ich unten und bellte dem kleinen Nager zu, er solle doch bitteschön wieder runterkommen.

Eine piksige Angelegenheit…

Aber Pustekuchen. Außerdem wollte das Eichhörnchen auch wieder nach Hause, es war ja schon fast Zeit zum Mittagessen. Es gab wohl irgendwas mit Nüssen, wenn ich es richtig verstanden hatte.

Also hopste ich noch eine Weile im Gestrüpp unter den Bäumen hin und her, bis ich dann schließlich zu Tobias zurückkam, der die Hände übern Kopf zusammenschlug

»Sag mal, wie siehst Du denn bloß wieder aus?« bekam ich zur Begrüßung zu hören. „Wieso, was sollte denn sein?“ war mein erster Gedanke, bis ich einen kleinen Stich auf dem Rücken spürte. Und dann noch einen an der linken Vorderpfote und noch einen am Hals und… iiih!!!

Ich war über und über voll mit komischen stacheligen Samenkörnern! Und zwar wirklich von den Öhrchen bis zur Schwanzspitze! Das hatte ich im Eifer des Gefechts gar nicht bemerkt.

»Tobias, mach was!«

Normalerweise fange ich mir mal zwei, drei dieser Dinger mit den kleinen Widerhaken ein und Tobias zupft sie mir sofort aus dem Fell. Aber hier wusste er gar nicht, wo er anfangen sollte. »Ich glaube, das kämmen wir zu Hause mit der Bürste aus.«

Nix da, die Dinger piksen bei jedem Schritt! Ich weigerte mich, in diesem Zustand auch nur einen Meter zu laufen. Also versuchte er zumindest, die Samen rauszukriegen, die an meinem Hals und am Bauch hingen, wo ich sie mir sonst mit dem Geschirr beim Laufen nur noch tiefer ins Fell gerammt hätte.

Zum Glück waren wir schon auf dem Rückweg. Ich konnte es dieses Mal – ganz anders als sonst – gar nicht erwarten, wieder nach Hause zu kommen. Glücklicherweise begegnete uns niemand, das wäre mir nämlich ein bisschen peinlich gewesen: Ich als intelligenter Vierbeiner falle auf eine Pflanze herein und lasse mich als Samentransporter missbrauchen!

Wieder in der eigenen Hundehütte zurück, sorgten ein paar beherzte Schüttler meinerseits und eine entspannende Bürstenmassage dafür, dass ich die widerhakenden Samenkörner dann doch relativ schnell losgeworden bin.

Ein paar davon stecken jetzt aber ziemlich fest im Teppich… da muss Tobias wohl mal mit dem Staubsauger ran. Oder per Hand zupfen, was mir persönlich schon allein aus Abneigung gegen das laute Gebläsedings am liebsten wäre.

Na, dem Eichhörnchen werde ich beim nächsten Treffen was erzählen! Aber dann bin ich vorsichtiger und stürme nicht mehr kopflos ins  Gebüsch.

Es kratzt sich
Dein Filou